Hühnerkrankheiten

Healthy Chicks - Ein gesundes Huhn ist ein glückliches Huhn. Aus diesem Grund versuchen wir, den Tieren ein langes und gesundes Leben zu ermöglichen. Damit uns dieser Schritt auch gelingt, bedarf es der Vorsorge und richtigen Behandlung bei Krankheiten. Lasst uns gemeinsam einen Blick auf bekannte Hühnerkrankheiten werfen und einen Einblick über ihre Behandlungsmöglichkeiten gewinnen. 

 

Vorsorge

Bevor wir explizit auf verschiedene Hühnerkrankheiten eingehen, sollten wir uns mit der Vorsorge auseinandersetzen. Ein Krankheitsbefall kann zwar nicht ausgeschlossen werden, aber mit den richtigen Vorkehrungen könnt ihr das Risiko einer Infektion vermindern.

Beispiele für Impfungen:

  • Newcastle-Krankheit (Geflügelpest) – einzige Pflichtimpfung
  • Mareksche Hühnerlähme (optional)
  • Kokzidiose-Impfung – blutiger und schleimiger Durchfall (optional)

Die Impfungen werden in der Regel über das Trinkwasser aufgenommen. Hierbei ist zu beachten, dass ausschließlich gesunde Tiere geimpft werden.

 

Weitere Vorkehrungen:

  • Ausreichend Platz für jedes Huhn
  • Artgerechte Haltung
  • Schutz vor Zugluft und Beleuchtung im Winter
  • Regelmäßiges Entwurmen

 

Hühnerkrankheiten

Kommen wir jetzt auf einige bekannte Hühnerkrankheiten, sowie Ihre Symptome und Behandlungsmöglichkeiten zu sprechen.

Newcastle Krankheit
Beschreibung: Die Newcastle Krankheit wird auch als atypische Geflügelpest bezeichnet. Für diese Krankheit besteht eine Impf- und Meldepflicht. Bei einem Ausbruch ist mit einem hohen Verlust an Tieren zu rechnen. Zudem breitet sie sich schnell aus.

Symptome:

  • Keine typische Symptomatik, da zum Teil keine Symptome auftreten
  • Durchfälle
  • Atemwegsinfekte

 

Behandlung:

  • Eine Heilung ist in der Regel nicht möglich
  • Schluckimpfung = Wirksamkeit 6 – 12 Wochen
  • Spritzimpfung = Wirksamkeit 12 Monate

 

Vogelgrippe
Die Vogelgrippe ist ebenfalls eine anzeigepflichtige Tierseuche für Vögel, die in Gefangenschaft gehalten werden. Anders ist es bei Wildvögeln, bei ihnen besteht keine Meldepflicht. Die Krankheit unterscheidet sich in 3 Stämmen/Virustypen (H5N1, H5N8, H7N9), wobei die Varianten H5N1 und H7N9 auf Menschen übertragen werden können. Bei einer Infektion ist keine Behandlung möglich und bei einem Ausbruch müssen alle Geflügelbestände im Umkreis von 5 km gekeult werden. Eine Meldung muss bei 3 Todesfällen innerhalb von 25 Stunden erfolgen. Ein Ausbruch erfolgt häufig im Frühjahr.

Symptome:

  • Apathie
  • Atemwegsbeschwerden
  • Schwache Legeleistung

 

Kokzidien/Kokzidiose
Hier ist das Tier von Durchfall betroffen, welcher oftmals durch einzellige Parasiten ausgelöst wird. Die Kokzidiose ist eine Erkrankung, von der meist Küken in der 6 – 8 Woche betroffen sind. Erwachsene Tiere sind selten von einer Infektion betroffen, sie sind allerdings oft Virusträger. Eine Diagnose wird hierbei über mikroskopische Kot-Untersuchung durchgeführt. Die Todesursache ist in diesem Fall das Verbluten. Die Mortalität entspricht mit 80 % einem sehr hohen Wert.

Symptome:

  • Apathie
  • Starker Gewichtsverlust
  • Blutige Durchfälle
  • Gedrungene Haltung
  • Nachlassende Wasser- und Futteraufnahme

 

Behandlung:

  • Aufbau mit Vitaminkur
  • Präbiotika
  • Impfung
  • Stallhygiene verbessern und Bestandsdichte reduzieren
  • Medikamente
  • Prävention über Kokzidiostatika (antibiotisch wirksame Substanzen) im Futter

 

Mareksche Krankheit – die Geflügellähmung
Wie der Name schon vermuten lässt, leidet das Tier unter starken Lähmungserscheinungen. Die Lähmungserscheinungen breiten sich auf den Körper und die Organe aus. Der Erreger ist ein Geflügelherpes, welcher auf viele Arten wie z.B. übers Futter übertragen werden kann. Hühner erkranken zwischen dem 60. und 180. Lebenstag. Ist trotz Behandlung keine Besserung in Sicht, müssen die Tiere von ihrem Leid erlöst werden. Die Sterberate liegt bei ca. 60 %.

Symptome:

  • Lähmungserscheinungen

 

Behandlung:

  • Impfung am 1. Lebenstag – kann die Symptome lindern, jedoch den Ausbruch nicht verhindern
  • Stallhygiene

 

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