Ist dein Weidezaun noch intakt?

Der Frühling ist da und eure Pferde scharren bereits mit den Hufen, weil sie endlich auf die Koppel dürfen? Auf die Plätze fertig los! Aber STOPP! Habt ihr eure Weide überhaupt vernünftig abgesichert, damit eure Tiere in Ruhe grasen können? Im Nachfolgenden wollen wir euch ein paar Tipps und Infos geben, die ihr beachten solltet, bevor ihr eure Pferde auf die Koppel lasst. Seid gespannt.

 

Zaunhöhe 

Diese drei 3 wichtigen Dinge solltest du zur Zaunhöhe wissen.  

Befindet sich die Weide in einem Bereich unter 1km Entfernung zu Risikobereichen, müssen die Zaunhöhen für  

  • Ponys 1,20m 
  • Großpferde 1,40m 
  • Springpferde und Hengste 1,60m 

betragen. 

 

Bei einer Entfernung von mehr als 1km zu Risikobereichen verringert sich die Höhe auf 

  • Ponys 1,05m 
  • Großpferde 1,20m 
  • Springpferde und Hengste 1,40m 

 

Als Richtwert gilt:
Die Zaunhöhe sollte mindestens 90 % des Stockmaßes des größten Pferdes der Gruppe betragen! 

 

Standort  

Je nachdem, wo sich deine Weide befindet, erfordert sie unterschiedliche Umzäunungen. Man unterscheidet die Wahl der Umzäunungen nach drei Risikobereichen. Bei Koppeln in… 

… abgelegeneren Gebieten ist ein Elektrozaun ausreichend. 

… weniger gut kontrollierbaren Gebieten & nahe von Straßen müssen Zäune mit mechanischer Hütewirkung aufgestellt werden. 

… gefährdeten Gebieten (nahe Autobahnen, Bahnlinien oder Flugplätze) sind Stabilzäune mit einer sehr guten Hütewirkung erforderlich. 

 

Weidezaungeräte

Einfach ein Weidezaungerät kaufen, anschließen und deine Tiere sind auf der Weide in Sicherheit? Ganz so einfach funktioniert das natürlich nicht! Vor dem Kauf eines Weidezaungerätes solltet ihr folgendes im Hinterkopf haben: 

  1. Das gewählte Weidezaungerät sollte in der Leistung nach Länge und Zustand des Zaunes bemessen sein.  
  2. Auf eine gute Erdung – speziell im trockenen Sommer – ist immer zu achten. 
  3. Für eine mittlere Weide ist zum Beispiel das Allround-Weidezaungerät der Firma Horizont farmer AN300 der optimale Begleiter. Optional kann dieses auch mit einem 20 Watt Solarpanel nachgerüstet werden. 
  4. Bevor ihr euch für ein Weidezaungerät entscheidet, solltet ihr die hütenden Tiere und die einzuzäunende Fläche genauer unter die Lupe nehmen. Denn das Weidezaungerät sollte auf diese zwei Faktoren/Gegebenheiten abgestimmt werden. 

Bitte beachtet:
Das beste Weidezaungerät nützt nichts, wenn es an einem mangelhaften Zaun angeschlossen wird! 

 

Auswahl der Materialien

Auch die Auswahl der Materialien spielen eine große Rolle bei der Sicherheit deines Weidezauns. Unsere Auffassung „Billig gekauft ist doppelt gekauft“ trifft für den Zaunbau in den meisten Fällen zu. Qualitativ hochwertige Zaunpfosten und Leitermaterialien haben sich bei uns immer bewährt. Bei der Wahl von hochwertigen Materialien solltet ihr zwischen zwei Weide-Typen unterscheiden:  

  • Für Weiden, die kurzzeitig existieren bzw. immer wieder neu positioniert werden (sogenannte Positionsweiden), eignen sich insbesondere Kunststoffpfähle, da diese oft umgesteckt werden müssen.  
  • Für langfristige Koppeln sind hingegen Festzäune aus Holz- oder Stahlpfosten empfehlenswert. Der Außenzaun einer Pferdeweide sollte im Idealfall mit stabilen Holzpfählen errichtet werden.  

 

Weidetore

Das Weidetor ist ein weiteres Element des Weidezauns, wird aber oft etwas vernachlässigt. Die Auswahl von Weidetoren ist groß – welches Tor für deine Koppel am geeignetsten ist, entscheidest du. Hier ein paar Hinweise, was es bei Weidetoren zu berücksichtigen gilt: 

  1. Weidetore sind immer so anzubringen, dass beim Öffnen kein Strom fließt. Hier muss ein gut isoliertes Erdkabel eingebaut werden, um die Öffnung überbrücken zu können.  
  2. Solltest du ein festes Weidetor einbauen, achte darauf, dass es beim Betreten der Koppel rechts angeschlagen ist. 
  3. Für das Holen und Verbringen von Einzelpferden empfiehlt es sich, eine Schleuse zu bauen. Hierdurch garantiert ihr mehr Sicherheit für euch und eure Pferde, sowie eine höher Arbeitswirtschaftlichkeit.  
  4. Die Abstände zwischen Torpfosten und Tor sollten gut schließen, damit sich eure Tiere nicht daran verletzen können. (Um auf Nummer sicher zu gehen, könnt ihr von der Torinnenseite Litze anbringen, um eure Pferde vom Tor fernzuhalten) 

 

Klassische Fehler bei Elektrozäunen

Weidezäune zu bauen ist gar nicht so einfach. Damit ihr eure Pferde beruhigt auf der Weide grasen lassen könnt, solltet ihr folgende Fehler unbedingt vermeiden: 

  • Mangelhafte Erdung: Die Erdung muss korrekt vorgenommen und regelmäßig kontrolliert werden! Unser Tipp: Sollte eure Koppel in trockeneren Gebieten gelegen sein, solltet ihr die Erdungsstäbe mit Betonin umgeben und regelmäßig befeuchten (z.B. beim Beschicken der Tränke) 
  • Mangelhafte Leitfähigkeit: Optimal wäre sehr gut leitfähiges Leitermaterial mit einem Widerstand unter 0,1 bis 0,5 Ohm/. 
  • Mangelnde Spannung am Zaun aufgrund nachlässig verbauter elektrischer Verbindungen: Diese kann durch Knoten des Leitermaterials oder durch fehlende Verbindungen der Ebenen untereinander entstehen. Achtung: Bewuchs am Zaun vermindert die Spannung! 
  • Fehlende Kontrolle des Akkuladezustandes bei Solarunterstützung: Kontrolliert dies regelmäßig, indem ihr das Solarpanel kurzzeitig abklemmt.  

 

Sicherheitsüberprüfung

Um die Sicherheit eurer Pferde gewährleisten zu können, solltet ihr eure Weidezäune einer täglichen Sichtprüfung unterziehen. Dabei solltet ihr diese Fragen durchgehen: 

  • Ist der Zaun auf seiner gesamten Länge unbeschädigt? 
  • Sind die Litzen gut gespannt und hängen nicht durch? 
  • Sind die Weidetore in Ordnung und zuverlässig selbstschließend? 
  • Sind die stromführenden Litze frei von Bewuchs? 
  • Ist das Weidezaungerät funktionstüchtig und der Zaun ordnungsgemäß angeschlossen sowie ausreichend geerdet? 

Bitte prüft abschließend die Zaunspannung mit einem Messgerät an mehreren Stellen. Dabei sollte  die Spannung mind. 2000 Volt betragen. Optimal wären 3000 Volt.  

Alles, was du für deinen Weidezaun benötigst, bekommst du bei uns im Markt. Schau doch einfach mal vorbei.